Futterschaufel vs. Boilierohr vs. Futterschleuder

Das Anfüttern hat seinen festen Platz im Karpfenangeln, da man durch gezieltes und gekonntes Anfüttern, seinen Fangerfolg deutlich verbessern kann. Karpfen reagieren sehr gut auf zusätzliches Futter und lassen sich so gezielt an die beköderte Stelle locken. Doch nun stellt sich die Frage ´Wie kommt das Futter auf den Spot?´.

Es gibt einige Methoden und Hilfsmittel, um sein Futter zu den Karpen zu bringen. Um Euch eine kleine Übersicht zu geben, werde ich euch im folgenden drei Hilfsmittel vorstellen (Futterschaufel, Boilierohr, Futterschleuder) und Sie in direkten Vergleich stellen, damit Euch die Entscheidung leicht fällt, wenn es wieder heißt ´Wie füttere ich an?´.

Die Futterschaufel

Kommen wir zuerst zur Futterschaufel. Jeder Karpfenangler wird sie kennen und sie schon mal im Einsatz gehabt haben. Ihr Einsatzgebiet, liegt im Nahbereich, von bis zu vierzig Metern und weitere Distanzen sind ausgeschlossen. Es lassen sich sowohl Partikel, Boilies als auch Futterballen füttern. Kleine Partikel wie zum Beispiel Mais, streuen aber schon ab cirka zehn Metern stark und man kommt kaum weiter als fünfzehn Metern.

Da kann es Abhilfe schaffen, die Partikel mit einem beliebigen Grundfutter zu einem Ballen zu binden. So lassen sich auch Distanzen bis zu vierzig Metern zielgenau anfüttern. Boilies sind da schon zielgenauer als die Partikel und lassen sich auch weiter werfen, aber auch die fangen ab cirka zwanzig Metern an zu streuen, was man aber verhindern kann, indem man sie im Futterballen einknetet. Die Futterschaufel muss aber auch irgendwo befestigt werden, wozu sich der Kescherstab sehr gut eignet. Wenn man jetzt aber mit dem

Boot füttert, gibt es extra kurze Griffe für diese, mit den sich bequem das Futter vom Boot aus  verteilen lässt. Will man sich nun eine Futterschaufel anlegen, sollte man auf stabile Materialen und gute Verarbeitung achten, da diese sonst schnell zu Bruch gehen kann. Hier kann ich die FOX Particle Baiting Spoon fürs Angeln vom Boot empfehlen und fürs Angeln vom Ufer aus die Fox Distance Baiting empfehlen.

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Boilierohr

Das Boilierohr hat seinen festen Platz in der Karpfenangelei. Mit ihm lassen sich Boilies auf mittlere bis weite Distanz, mit etwas Übung, problemlos füttern. Dies bekommen geübte Werfer, sogar auf Distanzen um die hundert Meter, auf wenige Quadratmeter präzise hin. Der einzige Nachteil ist, wenn man größere Mengen der Kugeln anfüttern muss, kann man durch die Wurfbewegung, nach paar Kilo Boilies, einen ordentlichen Tennisarm bekommen.

Wenn man nun die Entscheidung getroffen hat, wird man feststellen, dass es die verschiedensten Boilierohre auf dem Markt gibt. Bei einem Boilierohr, wird immer der Durchmesser des Rohres angeben und somit, welche Boiliegröße gefüttert werden kann. Da ist aber zu empfehlen, ein Produkt zu kaufen, wessen Durchmesser etwas größer ist, als der verwendete Boilie. So bleibt man flexibler, wenn man für zum Beispiel einen 16mm Boilie ein Rohr mit 20mm nimmt und das Futter fliegt Reibungsloser raus.

Hier noch ein kleiner Tipp am Rande. Es kann vorkommen, dass nach einiger Zeit die Boilies anfangen im Wurf zu zerbrechen. Wenn das nun der Fall ist, muss man nur die Spitze des Rohres kurz Unterwasser tauchen und schon ist das Problem behoben. Jetzt aber zu den Materialen. Es gibt zwei Grundliegende Materialen, die am häufigsten verwendet werden, Kunststoff und Carbon. Diese unterscheiden sich deutlich im Preis, wobei Kunststoff deutlich günstiger ist. Carbon ist dafür aber deutlich langlebiger und leichter im Handling.

Für welches Boilierohr sich man nun entscheidet, sollte man an seinen Erfahrungsstand festmachen. So ist für einen Einsteiger eher die billigere Variante aus Kunststoff zu empfehlen, wie zum Beispiel der Korda Eazi Stick und für Fortgeschrittene ein Model aus Carbon, wie der Fox Rangemaster Carbon.

Futterschleuder

Eine gute Futterschleuder kann problemlos, mit dem richtigen Futter beladen, Distanzen von dreißig bis fünfzig Metern überbrücken. Dabei sind sie, mit etwas Erfahrung, auch sehr zielgenau. Doch welches Futter lässt sich mit ihnen transportieren? Eigentlich so gut wie alles. Wenn man jetzt auf Nahdistanz, um die zehn Meter fischt, lassen sich auch einzelne Partikel oder Maden, ohne großen Aufwand füttern.

Aber wenn es nun weiter raus gehen soll, kommen Boilies und kleine Futterballen infrage. Bei Futterballen ist drauf zu achten, dass das Körbchen von der Futterschleuder, ausreichend Volumen aufweist, um diese ordentlich zu fassen. Auch ist generell bei einer Futterschleuder auf eine gute Verarbeitung, ordentliche Gummizüge und vor allem darauf, dass diese fest verbunden an dem Gestell sind.

Wer jetzt auf der Suche nach einer Futterschleuder ist, dem kann ich die Korda Katapult Heavy empfehlen. Dieses weißt einige sehr praktische Features auf, wie sehr schnell austauschbare Gummizüge und einen abnehmbaren Knöchelschutz, falls das Gummi mal zurück schnallt.

Fazit

Jeder muss für seine Situationen vor Ort, das passende Hilfsmittel wählen, da dies die Angelei um einiges erleichtert und hoffentlich auch mehr Fisch bringt. Wichtig ist noch drauf zu achten, dass nicht an jedem Gewässer, dass zusätzliche einbringen von Futter gestattet ist und man sich stets an die Bestimmungen vor Ort halten soll.