Boilies nach Geschmacksrichtung

Boilies eingeteilt nach ihrem Geschmack und Duft

Betrachten wir die Boilievielfalt nach ihrem Geschmack und Duft, so werden die Boiliearten in folgende Kategorien eingeteilt:

  • süße Boilies
  • herbe Boilies
  • würzige Boilies
  • scharfe Boilies
  • fischige Boilies
  • Hanf- / Cannabisboilies
  • salzige Boilies

Hierbei sind die Übergänge unter den verschiedenen Kategorien oft etwas schwimmend. Manche Boilies kann man sowohl der einen, wie auch der anderen Gruppe zuordnen.

Wann verwende ich welchen Boiliegeschmack?

Diese Frage stellt sich jeder Boilieangler zwangsläufig immer wieder. Wobei es hier, wie so oft beim Angeln, so ist, dass es kein Patentrezept gibt. Man kann also nicht grundsätzlich sagen, zu welcher Jahreszeit welcher Boiliegeschmack der Beste ist.

Welcher Boilie im Frühjahr / Frühling

Was es jedoch gibt, sind die Erfahrungen vieler Boilieangler, welche ich ebenfalls bestätigen kann. Schauen wir uns nun das Jahr beginnend im Frühjahr an, so werden bei Wassertemperaturen unter 15°C oftmals eher fischige Boilies oder auch Pellets empfohlen. Diese 15°C sind hier natürlich nicht als fester Wert, sondern eher als Anhaltspunkt, zu sehen.

Welcher Boilie im Sommer

Überschreitet die Wassertemperatur die 15°C, so kommt die Zeit, in der süße Boilies favorisiert werden. Neben ihrer Auswirkung auf den Boiliegeschmack, wird auch die Boiliegröße an die Wassertemperatur angepasst. Hierbei werden im Sommer größere Boilies ab 16-20mm und auch teilweise sogar richtige Riesenboilies mit bis zu 30mm oder noch größer gefischt. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass Boilies die größer wie 24mm sind die kleineren Karpfen sehr stark aussortieren. Um nun auf den Verwendungszeitraum der süßen Boilies zurückzukommen, so wird empfohlen diese im Sommer und bis zum Ende der Laichzeit zu verwenden.

Welcher Boilie im Herbst / nach der Laichzeit

Nach der Laichzeit, müssen die Karpfen wieder viel Energie aufnehmen. Hierfür gehen die Empfehlungen dann in Richtung fischige Boilies oder Pellets. Speziell bei diesen Geschmacksarten der Boilies kann es auch immer mal zum Fang eines Raubfisches, wie eines Wallers kommen.

Welcher Boilie im Winter

Sinken die Wassertemperaturen dann weiter, so sollten kleinere Boilies mit max. 16mm verwendet werden. Ebenso endet jetzt die Zeit der fischigen Boilies. Hintergrund ist hierbei, dass diese Art der Boilies sehr Fischöl haltig ist. Dieses Fischöl verteilt sich bei kalten Wassertemperaturen jedoch nicht mehr wie gewünscht, da es anfängt zu verklumpen. Um auch bei kalter Wassertemperatur richtig anlocken zu können benötigen wir nun einen weichen Boilie mit viel Struktur. Ebenso wirkt das Flavor bei der kalten Wassertemperatur schwächer, weshalb sich ein Boilie mit viel Flavor empfiehlt. Das klassische Beispiel hierfür sind die Hanf- / Cannabisboilies.

Welchen Boilie soll ich verwenden?

Da ihr nun eine erste Übersicht über die Auswahl der Boilies erhalten habt, stellt sich die Frage, welcher Boilie genau der Richtige ist. Hier habe ich mir viele Gedanken gemacht, da für mich alle Boilievergleiche immer sehr subjektiv waren. Letzten Endes habe ich einen Boilietest entwickelt, welcher die Abgabemenge eines Boilies misst und ihn somit vergleichbar macht. Näheres zu dem Test könnt ihr im Menü unter dem entsprechenden Punkt nachlesen. Mit Hilfe dieses Testes habe ich nun verschiedene Boilies, aus den jeweiligen Geschmacksrichtungen getestet. Die Ergebnisse dieser Test seht ihr im Menü bei den jeweiligen Boiliegeschmacksrichtungen. Diese sind:

  • süße Boilies
  • herbe Boilies
  • würzige Boilies
  • scharfe Boilies
  • fischige Boilies
  • Hanf- / Cannabisboilies
  • salzige Boilies